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Israelisches Militär leitet Ermittlungen zu Tötungen von Hind Rajab und Sanitätern ein – Forderungen nach internationaler Rechenschaftspflicht
VERÖFFENTLICHT: 22. Aug 2026 02:12Z · SPRACHE: DE
Im August 2026 kündigte das israelische Militär nach der Überprüfung von 150 Zwischenfällen seine ersten strafrechtlichen Ermittlungen zum Verhalten von Truppen im Gazastreifen an. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf die Tötung der fünfjährigen Hind Rajab, von sechs ihrer Familienmitglieder und zweier Sanitäter des Roten Halbmonds im Januar 2024 sowie auf einen Angriff in Rafah im März 2025, bei dem 15 Rettungskräfte getötet wurden. Das Militär räumte offiziell zum ersten Mal ein, dass seine Truppen auf Rajabs Zivilfahrzeug und den Rettungswagen geschossen hatten. Israelische Behörden lehnten es jedoch ab, andere hochrangige Angriffe strafrechtlich zu untersuchen, darunter Angriffe, bei denen Helfer von World Central Kitchen und Ärzte ohne Grenzen getötet wurden. Rajabs Familie, Menschenrechtsorganisationen und internationale Politiker taten die internen Ermittlungen des Militärs als unzureichende Vertuschung ab und forderten eine unabhängige internationale Untersuchung.
// Hintergrund
Am 29. Januar 2024 versuchte die fünfjährige Hind Rajab, mit sechs Familienmitgliedern in einem Auto aus Gaza-Stadt zu fliehen. Israelische Streitkräfte feuerten über 300 Kugeln auf das Fahrzeug und töteten ihre Verwandten sofort. Rajab überlebte stundenlang und flehte währenddessen am Telefon Rettungsleitstellen und ihre Mutter um Hilfe an. Ein mit COGAT koordinierter Krankenwagen des Roten Halbmonds wurde bei seiner Ankunft von einer israelischen 120-mm-Panzergranate getroffen, wodurch zwei Sanitäter getötet wurden. Spätere unabhängige Analysen von Avaaz, Forensic Architecture und Al Jazeera wiesen auf eine gezielte „Double-Tap“-Taktik israelischer Panzereinheiten hin, was im Mai 2025 zu Anzeigen wegen Kriegsverbrechen beim Internationalen Strafgerichtshof führte.
// Zentrale Entwicklungen
- Das israelische Militär hat Strafuntersuchungen zu der Tötung von Hind Rajab, ihren Verwandten und zwei Sanitätern im Januar 2024 sowie zur Tötung von 15 Sanitätern in Rafah im März 2025 eingeleitet.
- Die Ankündigung markiert das erste Mal, dass Israel offiziell zugab, dass seine Streitkräfte auf Rajabs Fahrzeug und den koordinierten Krankenwagen des Roten Halbmonds geschossen haben.
- Israelische Militärbeamte schlossen Strafuntersuchungen zu den Angriffen aus, die Mitarbeiter der World Central Kitchen und von Ärzte ohne Grenzen töteten, was internationale Empörung auslöste.
- Die Familie von Hind Rajab und Menschenrechtsaktivisten lehnten die interne Untersuchung ab, citing a historical lack of troop indictments and demanding an independent international investigation.
// Zeitachse
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Der von der Hamas geführte Angriff auf den Süden Israels löst den Krieg in Gaza aus.
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Vier Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen wurden in verschiedenen Vorfällen in Gaza getötet.
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Hind Rajab, sechs Familienmitglieder und zwei Sanitäter des Roten Halbmonds werden in Gaza-Stadt getötet.
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Israelische Luftangriffe trafen einen Konvoi der World Central Kitchen, wobei sieben Mitarbeiter getötet wurden.
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Fünfzehn palästinensische Rettungskräfte werden in Rafah getötet und ihre Leichen mit Bulldozern in ein Massengrab geschoben.
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Die Hind Rajab Foundation reicht eine Kriegsverbrechensklage beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ein.
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Das israelische Militär räumt offiziell ein, auf Rajabs Auto geschossen zu haben, und kündigt seine ersten strafrechtlichen Untersuchungen zum Verhalten der Truppen an.
// Perspektiven
[Israelische Armee]
Gab zu, dass Truppen auf Rajabs Fahrzeug und den Krankenwagen geschossen haben, leitete in ausgewählten Fällen strafrechtliche Ermittlungen ein, schloss jedoch ein strafrechtliches Fehlverhalten bei den Angriffen auf die World Central Kitchen aus.
[Hind Rajabs Familie und Fürsprecher]
Wiesen interne israelische Untersuchungen als 'Weißwäsche' und 'Farce' zurück und forderten stattdessen internationale Gerechtigkeit durch den IStGH und unabhängige Untersuchungen.
[World Central Kitchen und ausländische Beamte]
Verurteilten Israels Entscheidung, die Tötungen von Hilfskräften nicht strafrechtlich zu untersuchen, bezeichneten die offiziellen Erklärungen als unwahr und forderten eine unabhängige Rechenschaftspflicht.
[Menschenrechtsorganisationen (Yesh Din / HaMoked)]
Äußerten tiefe Skepsis gegenüber internen militärischen Untersuchungen und wiesen darauf hin, dass historisch weniger als 0,2 % der israelischen Militärermittlungen zu einer Anklage führen.
// Zitate
“Ich möchte eine unabhängige und transparente Untersuchung und eine echte Rechenschaftspflicht für alle Verantwortlichen, denn Hind ist nicht nur eine Nachrichtengeschichte.”
“Lass mich nicht allein, Mama. Ich bin müde. Ich bin durstig. Und ich bin verletzt.”