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Von ICE inhaftierte Nonne aus Texas äußert sich gegen aggressive Einwanderungspolitik
VERÖFFENTLICHT: 24. Jul 2026 10:27Z · SPRACHE: DE
Schwester Leticia Ugboaja, eine 56-jährige katholische Nonne und examinierte Krankenschwester aus Nigeria, äußerte sich erstmals öffentlich, nachdem sie am 28. Juni 2026 auf dem Weg zur Sonntagsmesse in McAllen, Texas, von der ICE inhaftiert worden war. Obwohl sie seit 2019 aufgrund der Foltergefahr in Nigeria rechtlichen Schutz vor Abschiebung genoss, wurde Ugboaja im Rahmen des aggressiven Einwanderungsdurchgreifens der Trump-Regierung festgenommen und für eine Abschiebung in ein Drittland vorgesehen. Nach mehreren Stunden wurde sie infolge von Aufmerksamkeit in den sozialen Medien und einer Intervention durch den Kongress freigelassen. Auf einer Pressekonferenz hoben Ugboaja und ihr Anwalt die Unsicherheit hervor, mit der viele andere konfrontiert sind, die sich an die Gesetze der USA halten, aber dennoch von Inhaftierung bedroht sind.
// Hintergrund
Schwester Leticia Ugboaja lebt in den USA und arbeitet im Gesundheitswesen, darunter 10 Jahre als zertifizierte Pflegeassistentin und derzeit als examinierte Krankenschwester. Im Jahr 2019 wurde ihr unter der Anti-Folter-Konvention Schutz vor einer Abschiebung nach Nigeria gewährt. Ihre Inhaftierung erfolgte inmitten eines umfassenderen Vorgehens der Trump-Regierung gegen Einwanderer, die aggressive Taktiken und umstrittene Richtlinien zur Abschiebung in Drittstaaten anwendet, gegen die Menschenrechtsgruppen weiterhin rechtlich vorgehen.
// Zentrale Entwicklungen
- Schwester Leticia Ugboaja wurde am 28. Juni 2026 von der ICE festgenommen, als sie in McAllen, Texas, in ihrer Ordenstracht auf dem Weg zur Sonntagsmesse war.
- Sie wurde nach mehreren Stunden freigelassen, nachdem sich Gemeindevertreter in den sozialen Medien für sie eingesetzt hatten und Kongressabgeordnete intervenierten.
- Im Jahr 2019 gewährte ihr ein Einwanderungsrichter Schutz vor einer Abschiebung nach Nigeria aufgrund der Wahrscheinlichkeit von Folter, obwohl ihr Asylantrag abgelehnt wurde.
- Ihr Anwalt erklärte, dass die ICE plante, sie im Rahmen einer umstrittenen Richtlinie der Regierung in ein Drittland abzuschieben.
- Ugboaja ist examinierte Krankenschwester und Mitglied der Daughters of Mary Mother of Mercy und hat alle US-Einwanderungsauflagen erfüllt.
// Zeitachse
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Ein Einwanderungsrichter lehnt Ugboajas Asylantrag ab, gewährt ihr jedoch Schutz vor der Abschiebung nach Nigeria aufgrund von Folterrisiken.
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Ugboaja wird von ICE-Beamten auf dem Weg zur Sonntagsmesse in McAllen, Texas, festgenommen und nach öffentlichem und kongressionalem Eingreifen einige Stunden später freigelassen.
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Ugboaja hält eine Pressekonferenz in der Kirche Our Lady of Sorrows, um über ihre Festnahme auszusprechen.
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Ugboaja hat einen Folgetermin zur Meldung beim ICE.
// Perspektiven
[Schwester Leticia Ugboaja und Anwalt Carlos M. Garcia]
Argumentieren, dass ihre Inhaftierung ungerechtfertigt war, da sie alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt, eine Arbeitserlaubnis besitzt und aktiven Schutz vor Abschiebung genießt.
[Department of Homeland Security und ICE]
Lehnten eine Stellungnahme zum konkreten Fall ab, verteidigen jedoch Abkommen zur Abschiebung in Drittstaaten als Instrument zur Bewältigung des Rückstaus bei Einwanderungsgerichten.
[Religiöse Führungspersönlichkeiten und Diözese Brownsville]
Äußern Besorgnis über aggressive ICE-Taktiken in der Nähe sensibler Orte wie Kirchen und stellen fest, dass dies einige Gemeindemitglieder zu sehr verängstigt hat, um Gottesdienste persönlich zu besuchen.
// Zitate
“Ehrlich gesagt, in diesem Moment habe ich nicht verstanden, was vor sich ging, was mit mir geschah.”
“Es gibt viele andere in der gleichen Situation, Menschen, denen eine Form von Schutz nach unseren Gesetzen gewährt wurde, die jede an sie gestellte Regel befolgt haben und die dennoch in Ungewissheit leben.”
“Für mich als Nonne am Sonntag nicht zur Messe gehen zu können, nicht die Kommunion empfangen zu können, das war sehr, sehr herzzerreißend für mich.”