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US Army vergibt 2,2 Milliarden Dollar im Rahmen von Project Janus für den Bau von Kernmikroreaktoren an fünf Militärstützpunkten
VERÖFFENTLICHT: 27. Aug 2026 17:12Z · SPRACHE: DE
Die US-Armee und die Defense Innovation Unit haben fünf Verteidigungs- und Energieunternehmen ausgewählt, um im Rahmen der 2,2 Milliarden Dollar schweren Project Janus-Initiative betriebsbereite Kernmikroreaktoren an fünf inländischen Militärstützpunkten zu errichten. Das Programm, das darauf abzielt, eine Energieresilienz unabhängig von zivilen Stromnetzen und Diesel-Notstromaggregaten zu schaffen, nutzt Festpreisverträge auf Meilensteinbasis, um den ersten Mikroreaktor bis September 2028 in Betrieb zu nehmen, mit langfristigen Plänen für über 20 Mikroreaktoren landesweit.
// Hintergrund
US-Militärstützpunkte sind stark von zivilen Energienetzen abhängig, die im Jahr 2021 über 6.000 Unterbrechungen verwielfacht haben. Project Janus baut auf dem mobilen Reaktorprogramm des Verteidigungsministeriums (Project Pele) und nutzt kommerzielle Meilensteinverträge nach dem Vorbild der NASA. Eine im Mai 2025 erlassene Executive Order wies das Militär an, bis spätestens September 2028 einen betriebsbereiten fortschrittlichen Kernreaktor an einem inländischen Stützpunkt zu stationieren.
// Zentrale Entwicklungen
- Fünf Anbieter wurden bestimmten Stützpunkten zugeordnet: Antares Nuclear (Fort Bragg, NC), BWXT (Fort Campbell, KY), General Atomics (Fort Hood, TX), Radiant Industries (Fort Benning, GA) und Westinghouse (Fort Drum, NY).
- Insgesamt bis zu 2,2 Milliarden US-Dollar an meilensteinbasierten Finanzierungen werden zwischen dem Geschäftsjahr 2027 und 2031 verteilt, ergänzt durch private Kapitalinvestitionen.
- Mikroreaktoren werden zwischen 1 und 20 Megawatt erzeugen, um kritische Infrastrukturen der Stützpunkte zu sichern, und dabei flüssige fossile Brennstoffe ersetzen.
- Das Programm steht vor inländischen Versorgungsengpässen bei hochangereichertem, niedrig angereichertem Uran (HALEU), was eine enge Abstimmung mit dem Energieministerium erfordert.
- Kritiker äußern Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Kosten und werfen dem Militär vor, die standardmäßige Aufsicht der Nuclear Regulatory Commission zu umgehen, um unwirtschaftliche Technologien zu subventionieren.
// Zeitachse
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Der Reaktor von Fort Belvoir wird zum ersten Kernkraftwerk, das Strom in ein kommerzielles Stromnetz einspeist.
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Das Verteidigungsministerium startet Project Pele, um mobile, containerisierte Mikroreaktoren zu entwerfen.
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Präsident Trump unterzeichnete Exekutivanordnungen, die einen einsatzbereiten militärischen Reaktor bis Ende 2028 vorschreiben.
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Die Armee identifiziert neun potenzielle Standorte als Finalisten für das Projekt Janus.
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Die Army offiziell bekanntgeben die Auswahl von fünf Unternehmen und fünf inländischen Stützpunkten für die Project Janus Verträge.
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Festgelegte Frist für den ersten einsatzbereiten Mikroreaktor auf einem Army-Stützpunkt.
// Perspektiven
[U.S. Army und Verteidigungsministerium]
Stark unterstützend, da Mikroreaktoren als lebenswichtige Basisstromquelle angesehen werden, um die Missionsfähigkeiten gegen Netzausfälle oder gezielte Angriffe auf das Stromnetz zu sichern.
[Ausgewählte Rüstungsunternehmen]
Sehr optimistisch, da die Vertragsvergaben als wichtiger Katalysator für die Beschleunigung der kommerziellen Herstellung und des Einsatzes von Mikroreaktoren gesehen werden.
[Kritiker der nuklearen Proliferation und Sicherheit]
Kritisch, mit dem Argument, dass das Programm Militärgelder als nicht wettbewerbsfähige Subventionen nutzt und gleichzeitig die notwendige Aufsicht durch die Nuclear Regulatory Commission vermeidet.
// Zitate
“Wir bauen die notwendige Energieresilienz auf, um Kampfkraft global zu projizieren, ohne uns auf potenziell verwundbare externe Netze zu verlassen.”
“Derzeit wird die gesamte kritische Infrastruktur der Armee durch eine Form von flüssigen fossilen Brennstoffen, primär Diesel, abgesichert. Daher ist Kernenergie ein natürlicher Gamechanger für die Armee.”
“Es ist ein gefährlicher Betrug auf vielen Ebenen... wobei die tiefen Taschen der Armee genutzt werden, um eine versteckte Subvention für Kernkraftunternehmen zu bieten, die keine Kunden im Privatsektor finden können.”