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US-Justizministerium klagt 17 iranische Staatsangehörige in großer Cyber-Spionagekampagne an
VERÖFFENTLICHT: 23. Aug 2026 14:42Z · SPRACHE: DE
Das US-Justizministerium hat eine ergänzende Anklage mit 14 Punkten gegen 17 iranische Staatsangehörige erhoben, die mit dem in Teheran ansässigen Mabna-Institut verbunden sind, und wirft ihnen die Durchführung einer langjährigen, staatlich geförderten Cyber-Spionage- und Datendiebstahlkampagne vor. Die Gruppe, die seit mindestens 2013 im Auftrag des Islamischen Revolutionsgardisten-Korps (IRGC) des Irans und anderer Kunden operierte, hat mutmaßlich Tausende von akademischen, unternehmensbezogenen und staatlichen E-Mail-Konten kompromittiert und weltweit mindestens 31,5 Terabyte an Forschungsdaten und geistigem Eigentum gestohlen.
// Hintergrund
Das Mabna-Institut wurde in Teheran gegründet, um iranischen Forschungsorganisationen dabei zu helfen, wissenschaftliche Informationen von ausländischen Institutionen zu beschreiben. Bedrohungsforscher haben die Gruppe über Jahre hinweg unter Aliasnamen wie Silent Librarian, Cobalt Dickens und TA407 verfolgt. Im Jahr 2017 wurde einer der genannten Angeklagten, Behzad Mesri, separat angeklagt, weil er versucht hatte, 6 Millionen US-Dollar in Bitcoin von HBO zu erpressen, nachdem er nicht ausgestrahlte Fernsehinhalte gehackt hatte. Die aktuellen Anklagen folgen auf eine erste Anklage aus dem Jahr 2018 und erfolgen vor dem Hintergrund erhöhter Cyber-Bedrohungen gegen die kritische Infrastruktur der USA.
// Zentrale Entwicklungen
- Die 14-punktige ergänzende Anklage fügt acht neue Angeklagte zu einem Fall aus dem Jahr 2018 hinzu, in dem ursprünglich neun Personen angeklagt waren.
- Hacker drangen in die Systeme von 144 US-Universitäten, 178 ausländischen Universitäten, 42 US-Unternehmen, 11 ausländischen Unternehmen und mindestens fünf US-Bundes- und Landesbehörden ein.
- Weltweit wurden über 100.000 Konten von Professoren ins Visier genommen, was zu etwa 8.000 kompromittierten Konten und 31,5 Terabyte an gestohlenen Daten führte.
- Zu den Opfern gehören das US-Arbeitsministerium, die Federal Energy Regulatory Commission, die Bundesstaaten Hawaii und Indiana, die Vereinten Nationen, UNICEF und HBO.
- Das US-Außenministerium bot eine Belohnung von bis zu 10 Millionen US-Dollar für Informationen an, die zur Ortung von fünf Hauptangeklagten führen.
// Zeitachse
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Das Mabna Institute initiiert seine globale Cyber-Spionageoperation, die auf Universitätskonten und Regierungssysteme abzielt.
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Dem Angeklagte Behzad Mesri wird beschuldigt, HBO gehackt und versucht zu haben, 6 Millionen US-Dollar in Bitcoin zu erpressen.
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US-Staatsanwälte entsiegeln eine erste Anklage mit sieben Punkten gegen neun Mitglieder des Mabna-Instituts.
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Das DOJ entsperrt eine ergänzende Anklage mit 14 Anklagepunkten, der acht weitere Angeklagte hinzugefügt wurden, sodass die Gesamtzahl auf 17 steigt, während das Außenministerium eine Belohnung von 10 Millionen US-Dollar für fünf Schlüsselfiguren aussetzt.
// Perspektiven
[U.S. Department of Justice]
Entschlossen, staatlich geförderte Cyberdiebstahl-Netzwerke öffentlich offenzulegen, um Operationen zu stören, zukünftige Kooperationen mit der IRGC zu verhindern und die internationale Bewegungsfreiheit der Angeklagten einzuschränken.
[Cybersecurity Research Community]
Betrachtet das Mabna Institute (auch bekannt als Silent Librarian, Cobalt Dickens oder TA407) als einen privatisierten Cyber-Spionage-Auftragnehmer, der kontinuierliche Spearphishing- und Social-Engineering-Angriffe nutzt, um gestohlene Forschungsergebnisse zu monetarisieren.
// Zitate
“das breitere Netzwerk, das mutmaßlich hinter einer umfassenden, staatlich geförderten Kampagne steht, um Forschungsergebnisse und geistiges Eigentum von amerikanischen Universitäten, Unternehmen und Regierungseinrichtungen zu stehlen”
“Mabna repräsentiert die Privatisierung der staatlichen Spionage: ein Auftragnehmer, der gestohlene Forschungsergebnisse an jeden verkauft, der zahlt, wobei die IRGC als Ankerkunde statt als alleiniger Eigentümer fungiert”