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NAHER OSTEN LIBANON POLICY POLITIK

Libanonisches Parlament stimmt für die Abschaffung der Todesstrafe

VERÖFFENTLICHT: 13. Aug 2026 00:52Z · SPRACHE: DE

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Libanonisches Parlament stimmt für die Abschaffung der Todesstrafe
Ralf Roletschek · CC BY 3.0 · Quelle
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Das Parlament von Libanon hat wegweisende Gesetzgebung zur Abschaffung der Todesstrafe verabschiedet und ist damit das erste Land im Nahen Osten und in der arabischen Welt, das diesen Schritt unternimmt. Das Gesetz ersetzt die Todesstrafe durch lebenslange Haft mit erschwerter Zwangsarbeit. Unterstützt von einer Mehrheit der 128-köpfigen Versammlung, wurde die Maßnahme vom parlamentarischen Block der Hisbollah stundenweise opponiert. Die Entscheidung formalisiert ein inoffizielles Exekutionsmoratorium, das seit 2004 eingehalten wird, und erfolgt inmitten parlamentarischer Debatten über ein umstrittenes allgemeines Amnestiegesetz.

// Hintergrund

Libanon hat seit Januar 2004 ein inoffizielles Moratorium für Hinrichtungen beobachtet, die Gerichte sprachen jedoch weiterhin Todesurteile, sodass bis Ende 2025 85 Personen in der Todeszelle saßen. Es bleiben Fragen offen, wie die erschwerter Zwangsarbeit durchgesetzt werden an own resource shortages and overcrowded prison conditions in Lebanon.

// Zentrale Entwicklungen

  • Libanon wird das erste nahöstliche und arabische Land, das die Todesstrafe formell abschafft.
  • Die Todesstrafe wird durch lebenslange Haft mit erschwerter Zwangsarbeit ersetzt.
  • Eine Mehrheit des 128-sitzigen Parlaments stimmte für den Gesetzentwurf, während der Block der Hisbollah sich dagegen aussprach.
  • Menschenrechtsorganisationen lobten die Abstimmung, weil sie ein informelles Moratorium in einen dauerhaften rechtlichen Schutz umwandelt.
  • Die Gesetzgebung fällt mit kontroversen parlamentarischen Debatten über ein umfassendes allgemeines Amnestiegesetz zusammen.

// Zeitachse

  1. Der Libanon tritt ein inoffizielles Moratorium für Todesstrafenvollstreckungen ein.

  2. Statistiken des Justizministeriums zeigen, dass 85 Personen mit Todesurteilen konfrontiert sind.

  3. Das libanesische Parlament stimmt für die Abschaffung der Todesstrafe und deren Ersetzung durch lebenslange Haft mit verschärfter Zwangsarbeit.

// Perspektiven

[Libanesisches Justizministerium]

Unterstützend gegenüber der Gesetzgebung, wobei die Verabschiedung als ein historischer Schritt für die Nation beschrieben wird.

[Menschenrechtsorganisationen (Amnesty International, HRW)]

Sehr unterstützend, wobei die Abschaffung als Sieg für die Menschenrechte und den rechtlichen Schutz des Rechts auf Leben gefeiert wird.

[Hizbullah-Parlamentsfraktion]

Gegen die Maßnahme, stimmte im Parlament gegen die Gesetzgebung.

[Familien getöteter Soldaten]

Gegen Strafminderungen, wobei eine Bevorzugung der Todesstrafe für Täter von Gewaltakten ausgedrückt wird.

// Zitate

“historischer Schritt”

[Adel Nassar] — Der libanesische Justizminister kommentiert die Abstimmung im Parlament.

“ein bedeutender Meilenstein und ein Sieg für die Menschenrechte im Land”

[Heba Morayef] — Die Direktorin von Amnesty International für den Nahen Osten und Nordafrika reagiert auf die Abschaffung der Todesstrafe.

“markiert einen endgültigen Bruch mit einer grausamen Strafe, die niemals verimposediert werden sollte.”

[Ramzi Kaiss] — Ein Libanon-Forscher von Human Rights Watch kommentiert die Abstimmung im Parlament.
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