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Adidas entschuldigt sich für israelische Kampagne mit ehemaligem Soldaten inmitten von Boykottaufrufen
VERÖFFENTLICHT: 08. Sep 2026 11:13Z · SPRACHE: DE
Adidas hat sich nach heftigen Reaktionen und Boykottaufrufen entschuldigt, die durch eine lokale israelische Werbekampagne für seinen 'Single Shoe'-Service ausgelöst wurden. In der Kampagne trat Shalev Biton auf, ein ehemaliger israelischer Soldat, der 2021 während seines Militärdienstes sein Bein verlor. Kritiker, darunter prominente Persönigkeiten wie der Schauspieler Javier Bardem, verurteilten die Wahl als unsensibel angesichts der hohen Zahl an Amputationen im Gazastreifen, die aus den laufenden Militäroperationen resultieren. Adidas bezeichnete die Kampagne als 'lokale Aktivierung' und erklärte, dass es nie die Absicht war, jemanden zu beleidigen, während die regionale Niederlassung Adidas Arabia eine spezifische Entschuldigung aussprach, während die globalen Konten schwiegen.
// Hintergrund
Diese Kontroverse folgt auf einen Vorfall im Jahr 2024, bei dem Adidas das palästinensisch-amerikanische Model Bella Hadid aus einer Kampagne für einen Retro-Sneaker im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen 1972 in München entfernte, nachdem es Einwände von israelischer Seite gab. Darüber hinaus berichtete die Weltgesundheitsorganisation im Mai 2024, dass über 22.000 Menschen im Gazastreifen schwere Gliedmaßenverletzungen erlitten hatten, wobei Kinder ein Viertel dieser Fälle ausmachten.
// Zentrale Entwicklungen
- Die Kampagne bewarb den 'Single Shoe'-Service von Adidas, der es Amputierten ermöglicht, einen einzelnen Schuh für 50 % des Preises eines Paares zu erwerben.
- Die vorgestellte Athletin Shalev Biton ist ein ehemaliges Mitglied der Nahal-Infanteriebrigade der IDF, die im Mai 2021 in der Nähe von Gaza verwundet wurde.
- Aktivisten hoben den Kontrast zwischen der Kampagne und den mehr als 5.000 traumatischen Gliedmaßenamputationen hervor, die seit Oktober 2023 in Gaza verzeichnet wurden.
- Der spanische Schauspieler Javier Bardem gehörte zu den prominenten Stimmen, die zu einem Verbraucherboykott der Marke aufriefen.
- Der 'Single Shoe'-Service wurde auf mehrere Märkte im Nahen Osten ausgeweitet, darunter Palästina, die VAE und Saudi-Arabien.
// Zeitachse
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Shalev Biton wurde während seines Dienstes in der israelischen Armee in der Nähe von Gaza verwundet, was zur Amputation seines linken Beins führte.
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Adidas führt den Single-Shoe-Service in 23 europäischen Ländern ein.
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Adidas spricht eine formelle Entschuldigung nach weitreichenden Reaktionen in den sozialen Medien und Boykottaufrufen im Zusammenhang mit der israelischen Kampagne aus.
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Adidas Arabia veröffentlicht eine spezifische Entschuldigung auf regionalen Social-Media-Konten, während die globalen Konten schweigen.
// Perspektiven
[Adidas]
Entschuldigend, aber distanzierend; das Unternehmen stellte die Kampagne als lokalen Marketingfehler dar, anstatt als globales politisches Statement.
[Pro-Palestinian Activists]
Stark kritisch; sie argumentieren, dass die Darstellung eines IDF-Soldaten eine Billigung von 'Kriegsverbrechen' ist und unsensibel gegenüber der humanitären Krise in Gaza ist.
[entity]
Persönliches Engagement; er betrachtete die Kampagne als einen positiven Schritt für die Repräsentation von Menschen mit Behinderungen und Barrierefreiheit.
// Zitate
“Wir erkennen an, dass ein Bild, das in einer kürzlichen lokalen Aktivierung durch das lokale Team verwendet wurde, Besorgnis und starke Reaktionen hervorgerufen hat. Es war nie unsere Absicht, jemanden zu beleidigen, und wir entschuldigen uns bei allen Betroffenen.”