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Trump rühmt sich US-Ölgewinnen inmitten des Iran-Konflikts

Geprüft von James Caldwell · 6 Min. Lesezeit
Trump rühmt sich US-Ölgewinnen inmitten des Iran-Konflikts
Ali Shaker/VOA · Public domain · Quelle
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Präsident Donald Trump behauptete am 24. Oktober 2026 bei einer Wahlkampfveranstaltung in Georgia, dass die US-Öl- und Gasindustrie als direkte Folge des anhaltenden Krieges mit dem Iran Hunderte Milliarden Dollar an Gewinnen erwirtschafte. Während der Veranstaltung wies der Präsident Bedenken hinsichtlich der inländischen Auswirkungen des Konflikts, insbesondere der steigenden Kraftstoffkosten für amerikanische Verbraucher, zurück. Er erklärte, dass die Ölpreise zwar vorübergehend hoch seien, die Unterbrechung der Schifffahrt in der Straße von Hormus jedoch globale Käufer zu amerikanischen Energiezentren in Texas, Oklahoma und Louisiana umgeleitet habe. Trump bemerkte ausdrücklich, dass ihn die politische Optik seiner Kommentare nicht interessiere, und sagte seinen Anhängern, er schere sich nicht um potenzielle Kritik, während das Land ein verdammtes Vermögen mache.

Die von der American Automobile Association am 25. Oktober 2026 bereitgestellten Wirtschaftsdaten verdeutlichen das Missverhältnis zwischen Unternehmensgewinnen und Verbraucherkosten. Der nationale Durchschnittspreis für Normalbenzin erreichte 4,29 $ pro Gallone, ein Anstieg von 40 Prozent gegenüber dem Durchschnitt von 3,06 $ ein Jahr zuvor. Die Dieselpreise verzeichneten einen noch stärkeren Anstieg und kletterten von 3,75 $ vor Beginn des Konflikts am 28. Februar 2026 auf 6,35 $ pro Gallone. Branchenberichte des Oil and Gas Journal deuten darauf hin, dass eine Stichprobe von 38 US-Produzenten und Raffinerien ein kollektives Umsatzwachstum von etwa 140 Milliarden Dollar im Jahresvergleich verzeichnete, angetrieben durch die Störungen in der Straße von Hormus.

Die Rhetorik des Präsidenten kommt zu einem Zeitpunkt, an dem seine Regierung eine erhebliche Eskalation der Militäroperationen erwägt. US-Beamte und interne Berichte legen nahe, dass Pläne für eine kurze, aber intensive Bombenkampagne nach den Zwischenwahlen am 3. November entworfen wurden. Zu den potenziellen Zielen gehören iranische Nuklearanlagen, Energieinfrastruktur und Raketenarsenale. Eine in Erwägung gezogene Option umfasst den Einsatz der Massive Ordnance Air Blast, um gehärtete Einrichtungen zu treffen. Während Trump angedeutet hat, dass solche Aktionen den Krieg schnell beenden und die Ölpreise zum Einsturz bringen würden, haben iranische Beamte vor schwereren Vergeltungsschlägen gegen regionale Ziele gewarnt, die bisher verschont geblieben waren.

Die öffentliche Reaktion auf die Haltung des Präsidenten ist stark gespalten. Eine Umfrage der New York Times/Siena, die zwischen dem 12. Oktober und dem 19. Oktober durchgeführt wurde, ergab, dass 73 Prozent der wahrscheinlichen Wähler Trumps Umgang mit den Benzinpreisen missbilligen. Politische Gegner, darunter der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, und die Senatorin von Massachusetts, Elizabeth Warren, haben die Politik der Regierung als Glücksfall für die Ölindustrie auf Kosten kämpfender Haushalte bezeichnet. In umkämpften Bundesstaaten wie Iowa haben republikanische Wähler und Landwirtschaftsstudenten Besorgnis geäußert und darauf hingewiesen, dass hohe Kraftstoff- und Dieselkosten die landwirtschaftlichen Betriebe und den Transport schwer belasten.

Zentrale Entwicklungen

  • Präsident Trump behauptete, dass US-Ölgesellschaften aufgrund des Iran-Krieges hunderte Milliarden verdienen.
  • Der nationale Durchschnittspreis für Benzin erreichte 4,29 $ pro Gallone, ein Anstieg von 40 Prozent über das letzte Jahr.
  • Trump wies Bedenken über die Treibstoffkosten zurück und erklärte, dass ihn die Kritik nicht interessiere.
  • US-Produzenten und Raffinerien meldeten im Zuge des Konflikts eine kollektive Umsatzsteigerung von 140 Milliarden $.
  • Die Regierung erwägt nach den Midterm-Wahlen erneute Luftangriffe auf iranische Nuklear- und Energiestätten.
  • Eine Umfrage ergab, dass 73 Prozent der wahrscheinlichen Wähler die Handhabung der Benzinpreise durch den Präsidenten ablehnen.
  • Regionalmächte und europäische Nationen treffen sich in Istanbul, um die Sicherheit und Energiestabilität zu koordinieren.
  • Der Iran hat vor heftigeren Vergeltungsangriffen auf regionale Ziele gewarnt, falls die US-Luftangriffe wieder aufgenommen werden.

Hintergrund

Der aktuelle Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran begann am 28. Februar 2026 mit einer Reihe von Überraschungsangriffen. Seit Ausbruch der Feindseligkeiten unterhält die US-Marine eine strikte Blockade der Straße von Hormus, einem kritischen maritimen Nadelöhr. Während die Blockade die iranischen Ölexporte effektiv gestoppt hat, behauptet die Regierung, dass sie es ermöglicht habe, mehr Gesamtöl durch die Straße zu leiten als vor dem Krieg, indem Lieferungen von anderen regionalen Produzenten erleichtert wurden. Diese Strategie soll die Wirtschaft Teherans schwächen, die bereits mit hoher Inflation und erschöpften Finanzreserven zu kämpfen hat.

Historisch gesehen sind Benzinpreise in den Vereinigten Staaten ein volatiles politisches Thema. Unter der Obama-Regierung erreichten die Preise 2011 einen Höchststand von 3,93 $, während die Biden-Regierung 2022 einen Höchststand von 5,06 $ verzeichnete. Der aktuelle Durchschnitt von 4,29 $ stellt eine erhebliche Belastung dar, insbesondere für den Agrarsektor und die Schifffahrtsindustrie, die auf Diesel angewiesen sind. Über die wirtschaftlichen Einsätze hinaus hat der Krieg zu amerikanischen Opfern geführt, darunter Angehörige der Streitkräfte aus Iowa, die durch iranische Drohnenangriffe in Kuwait getötet wurden. Das strategische Ziel der Regierung bleibt die vollständige Beseitigung der nuklearen Anreicherungskapazitäten und des Raketenarsenals des Iran. Um den inländischen Druck zu mildern, hat Trump kürzlich trotz laufender internationaler Sanktionen im Zusammenhang mit der Invasion der Ukraine ein Abkommen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Import von russischem Diesel geschlossen.

Zeitachse

  1. Die Vereinigten Staaten und Israel starten Überraschungsangriffe auf den Iran und markieren damit den Beginn des Krieges.

  2. Die mit dem Iran verbundene Cybergruppe Prince of Persia nimmt nach einer kurzen Pause die Datendiebstahlsoperationen wieder auf.

  3. Die Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan vereinbaren die Einrichtung eines gemeinsamen Verteidigungssekretariats im Rahmen des Mekka-Pakts.

  4. Mitglieder des Mekka-Pakts beschließen, Streitkräfte für einen schnellen Einsatz in Saudi-Arabien bereitzustellen.

  5. Die R4-Staaten verurteilen Houthi-Angriffe auf die saudische Infrastruktur und unterstützen die Gegenmaßnahmen Riad.

  6. Eine Umfrage der New York Times/Siena beginnt mit der Befragung von Wählern und stellt eine massive Missbilligung des Umgangs mit den Benzinpreisen fest.

  7. Trump erklärt Reportern in Iowa, dass die USA das gesamte Öl des Iran und das ganze Land einnehmen könnten.

  8. Trump erklärt auf einer Kundgebung in Georgia, dass die USA trotz hoher Benzinpreise ein Vermögen mit dem Krieg machen.

  9. AAA berichtet, dass der nationale Durchschnittspreis für Benzin 4,29 US-Dollar pro Gallone erreicht hat.

  10. Das ägyptische Parlament wird voraussichtlich über die Entsendung von Streitkräften zur militärischen Unterstützung Saudi-Arabiens abstimmen.

Perspektiven

Trump-Administration

Betrachtet hohe Ölpreise als nationalen finanziellen Gewinn und als Zeichen amerikanischer Energiestärke.

Iranische Regierung

Bereit für weitere Angriffe und droht mit härteren Vergeltungsmaßnahmen gegen regionale Ziele, die zuvor verschont wurden.

US-Wählerschaft

Drückt ein hohes Maß an Missbilligung hinsichtlich der Treibstoffkosten und Besorgnis über einen ausgedehnten Konflikt aus.

R4 und europäische Mächte

Suchen nach einer Arbeitsteilung, um regionale Stellvertreter zu begrenzen, während diplomatische Kanäle nach Teheran aufrechterhalten werden.

Zitate

“I don’t give a damn, I’m gonna say it: we’re making a freakin fortune. Our country is getting stronger and stronger all the time.”

Übersetzung: “„Ich scheiße drauf, ich werde es sagen: wir machen ein verdammtes Vermögen. Unser Land wird ständig stärker und stärker.“”

— Donald Trump, In einer Rede vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung in Georgia bezüglich der hohen Ölpreise.

“Congratulations to Big Oil on their very successful, record-profits presidency.”

Übersetzung: “„Glückwunsch an Big Oil zu ihrer sehr erfolgreichen Präsidentschaft mit Rekordgewinnen.“”

— Gavin Newsom, Der Gouverneur von Kalifornien reagiert auf Aufnahmen von Trumps Aussagen in den sozialen Medien.

“Trump promised to lower costs on Day 1. But instead he launched a war that increased the prices of everything from gas to groceries.”

Übersetzung: “„Trump versprach, die Kosten ab dem ersten Tag zu senken. Aber stattdessen hat er einen Krieg entfacht, der die Preise für alles von Benzin bis hin zu Lebensmitteln in die Höhe getrieben hat.“”

— Elizabeth Warren, Der Senator von Massachusetts kritisiert die Wirtschafts- und Außenpolitik der Regierung.

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